Tutorial von Sascha: Laminieren am Bsp. des Turms der Kl 206

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    • Tutorial von Sascha: Laminieren am Bsp. des Turms der Kl 206

      AUS DEM ALTEN FORUM von Sascha Hornbach


      Die soll eine kleine Anleitung zum Gebrauch und Umgang von Laminierharzen und Glasgewebe werden. Alles ist als Anhaltspunkt zu sehen und kann von Modell zu Modell natürlich unterschiedlich sein.


      ACHTUNG: Bitte immer Schutzhandschuhe tragen und nach dem Arbeiten mit Harzen/Trennmitteln die Hände gründlich waschen. Sicherheitshinweise und Datenblätter beachten!!!


      Zu allererst sollten alle Komponenten zusammengestellt werden:

      -Handschuhe (Einmalhandschuhe)

      -Zeitungspapier

      -Papiertücher

      -Becher/Rührgefäße

      -Rührstäbchen

      -Pinsel

      -Digitalwaage (Grammgenau)

      -Trennmittel (Wachs/PVAC)

      -Laminierharz

      -Oberflächenharz (evtl. Färbemittel)


      Angefangen habe ich mit dem Säubern des Turmnegativs. Dies geschiet mit Stahlwolle. Danach erfolgt die erste Schicht Trennwachs.


      Die erste Schicht Trennwachs ist aufgetragen. Gut zu sehen die matte Färbung.



      Als nächstes folgt eine Schicht PVAC-Film. Dies ist ein Folientrennmittel und bildet eine hauchdünne Folienschicht zwischen den beiden Wachsschichten. Nach dem Auftragen muß der Lack ca. 15min gut
      durchtrocknen. Auf keinen Fall darf der Film noch klebrig sein.


      Im nächsten Schritt erfolgt das Anmischen des Oberflächenharzes (Gelcoat). Ich benutze Transparent und färbe es nach dem Anmischen ein. Das Abwiegen muß Grammgenau erfolgen. Nur so ist eine gleichmäßige
      Aushärtung zu gewährleisten. Es empfiehlt sich den Becher (PE Joghurtbecher ect.) vorher einzuwachsen. So kann er mehrmals verwendet
      werden.





      Nun folgt das auftragen in die Form. Dies sollte gleichmäßig geschehen damit eine etwa gleichstarle Schicht entsteht. Nun wird das ganze ruhen gelassen bis es anfängt zu gelieren. Dies testet man am besten durch leichtes drüberstreichen. Ist es weit genug ausgehärtet bleibt nichts mehr am Finger hängen. Die Oberfläche ist leicht klebrig.
      Dies ist der richtige Zeitpunkt um mit dem Laminieren anzufangen
    • AUS DEM ALTEN FORUM von Sascha Hornbach


      Das Gelcoat sollte nun angeliert und nur noch leicht klebrig sein. Ist das der Fall, kann das Laminierharz angemischt werden. Ich mische immer relativ kleine Mengen, 100g bis max. 200g. Wenn man zuviel auf einmal mischt kann eine exothermische Reaktion passieren. Will heißen, das Harz fängt zu schnell an zu reagieren, überhitzt und verbrennt. Es entstehen giftige Dämpfe hierbei. Im schlimmsten Fall fängt das ganze Feuer. Tritt dieser "Worst Case" ein, das ganze Gebinde schnellstens ins Freihe bringen (kühlen) und am besten in eine Blechbüchse füllen damit es nicht auslaufen kann und im Brandfall dort drinnen bleibt. Zurück zum Turm:


      Scharfe Ecken oder Kanten sind beim laminieren immer ein Problem, da sich das Gewebe nicht in Ecken legt. Daher mischt man einen kleinen Teil Harz mit Baumwollflocken, bis eine zähe Masse entsteht. Sie ist gut gemischt wenn sie nicht mehr vom Rührstäbchen läuft (Tixotropie). Das ganze wird Sorgfältig in die Kanten eingebracht, hier z.B. am Turmende.



      Im nächsten Schritt wird in einen kleinen Teil des Harzes Glasfaserschnipsel beigemischt. Die Masse sollte fließfähig sein. Dies ist unsere Kupplungsschicht. Sie verbindet Gelcoat und Glasfasergewebe. Die Mischung wird dünn auf das Gelcoat aufgetragen. Danach kommt die erste Glasfaserschicht (163g) zum Einsatz. Diese wird mit dem Pinsel vorsichtig angetupft bis sie vollständig und gleichmäßig durchtränkt ist. Dabei ist darauf zu achten das kein Harz darauf steht, das Gewebe also nicht geflutet von Harz ist. Beim Turm werden 3 Schichten 163g Gewebe Schichten laminiert.




      Sind alle Schichten fertig, sollte ein matter Glanz entstehen. Wenn Harz auf dem Gewebe steht, sollte dies mit Küchenrollenpapier entfernt werden (nur aufsaugen und leicht tupfen). Das Ergebnis sollte dann so wie oben zu sehen aussehen.